Mit Feldenkrais leichter und natürlicher gehen und laufen

so der Titel meines Workshops an der Leipziger Volkshochschule am 2./3. Dezember 2017 (Kursnummer Q30139S).

Unabhängig davon, ob Sie nur kurze Strecken gehen oder den ganzen Tag „auf den Beinen“ sind, in diesem Workshop finden Sie Antworten auf Fragen: Wie gehe oder laufe ich optimal und beschwerdefrei? Warum ist Laufen für mich anstrengend? Ist Barfußlaufen auch in Schuhen möglich? Rund um Ihre Fragen zum Thema lernen Sie mit Hilfe der Feldenkrais-Methode, Ihr eigenes Muskel-Skelett-System beim Gehen, Laufen und Stehen wahrzunehmen, um diese Bewegungen selbstwirksam zu verändern.

Haben Sie Interesse, Lust, Leidens- oder Erfolgsdruck oder irgendeine andere Motivation etwas mehr von diesem sehr komplexen Bewegungsmuster Laufen oder Gehen zu verstehen und für sich selbst zu nutzen?

Hier können Sie sich anmelden: https://www.vhs-leipzig.de/programm/gesundheit-ernaehrung.html?action%5B91%5D=course&filters%5Bq%5D=Feldenkrais&courseId=495-C-Q30139S

 

 

 

Für die Teilnehmerinnen der „Einführung in die Feldenkrais-Methode“ am 02.11.2013 der Vereinigung Morbus Bechterew e.V.

Wenn Sie im Internet weiterlesen möchten oder die Bücher zur Feldenkrais-Methode  bestellen möchten,

hier geht es zur Link-Sammlung.

Und hier können Sie noch ein paar ergänzende Gedanken lesen, wie Sie sich mit der Feldenkrais-Methode bereichern können.

Ich wünsche Ihnen bewegliche Erfahrungen.

Zehenschuhe mit Zustimmung des Arztes?

„Am besten wäre es, barfuß zu laufen“ – Vision und Rezension zu einem Interview mit Bewegungsmediziner Rüdiger Reer auf Spiegel-online 

 Meine Vision: Jeder Mensch kann selbst seinen Körper so wahrnehmen, dass daraus Erfahrungen entstehen, mit denen er für seine Gesundheit, kompetent und in Selbstverantwortung, entscheiden kann – auch welche Schuhe er trägt, (ohne Zustimmung des Arztes). Und wenn ein Mensch unsicher ist, kann er sich von anderen Menschen leiten, beraten, begleiten, therapieren lassen. Ob der Mensch, den er um Rat oder Hilfe bittet, ein Arzt ist, wird er dann zu entscheiden wissen.

Ich arbeite mich seit Jahren (ganz ohne „ärztliche Zustimmung“) in Richtung natürliches Gehen und Laufen im Selbstversuch mit Hilfe der Feldenkrais-Methode,  Ideokinese, dem Wissen um die ideale Anatomie und Physiologie des Menschen und im Austausch mit anderen Menschen und Kollegen.

 Rezension: Die „nötige Zustimmung des Arztes“  ist mir in vielen Artikeln in Lauf-, Triathlon- und anderen Zeitschriften schon öfter aufgefallen. Vermutlich hat der, der die Zustimmung des Arztes immer erst einholt, die Verantwortung und Kompetenz für sich selbst schon abgegeben. Das hat Vorteile, wie Nachteile…

Ich kann mutig die Selbstwahrnehmung und die sich daraus ergebenden  Wege in Selbstverantwortung empfehlen. Eventuell in Begleitung von erfahrenen Menschen, was Ärzte nicht grundsätzlich ausschließt.  Hier weiterlesen

Ohne Wurzeln keine Flügel*

…beim Laufen neulich kam mir dieser Satz  in meinen Gedankenfluss. Nachdem ich mich monatelang mit der Erdung meines Skeletts beschäftigte und lernte beim Laufen, meine Schultern herunter zulassen, d.h. nicht unnötig hochzuziehen.

Was heißt Erdung des Skeletts:

Ich gebe jeden meiner Knochen, der idealen Anatomie und der aktuellen Bewegung entsprechend, an die Erde oder stellvertretend an den darunterliegenden Knochen ab. Da wir der Schwerkraft ausgesetzt sind macht das Sinn und hört sich auch ganz selbstverständlich an.

Aber  die wenigsten von uns zivilisierten Menschen wissen, dass sie das meist nicht vollkommen tun, da sie sich kinästhetisch nur mangelhaft wahrnehmen. Durch unbewusst und gewohnheitsmäßig verspannte Muskeln, sind die Knochen oft nicht optimal in Haltung und Bewegung zueinander in Beziehung. Auch Sport hilft nicht effektiv diese unbewussten Verspannungen zu ändern. Wir trainieren in diesen unbewussten Mustern. Nicht immer, aber oft geschieht dann „mehr des Selben“ (siehe Paul Watzlawick) Der Schlüssel zur Veränderung ist die kinästhetische Wahrnehmung dessen, was wir gewohnheitsmäßig mit unseren Knochen tun. Und mit dieser Wahrnehmung und den Erkenntnissen daraus, können wir uns verändern.

Wenn die Stabilität der Knochen aufeinander in der Schwerkraft genutzt wird, ist die Energie der Muskeln freier für die Bewegung und weniger für das Halten in der Schwerkraft vergeudet. Und wenn ich besser geerdet bin, also in der Schwerkraft optimaler mit allen Knochen koordiniert bin, kann ich mich auch optimaler von der Erde wieder abdrücken um Auftrieb oder/und Vortrieb zu bekommen. Die Bewegung wird ökonomischer, ich empfinde sie als leichter, als wären mir Flügel gewachsen.

muskulärer Spannungsbogen im eigenen Körper:

Wenn die Muskeln gut koordiniert die Knochen bewegen, gibt es verschiedene Spannungsbögen von den Zehen bis zum Kopf, den Fingern, alternierend  zwischen links und rechts, vorn und hinten, oben und unten, diagonal, die sich ebenso alternierend entspannen und damit Vortrieb und geringfügig Auftrieb produzieren. Permanent gleichzeitiges an- und entspannen. Die Spannung bedingt die Entspannung und die Entspannung bedingt die Spannung.

Das entspricht dem Gefühl des Fliegens. Damit ich wieder hochgehen kann, muss ich landen,  mich erden – ohne wurzeln keine Flügel eben.

Unsere körperlichen Wurzeln können wir jederzeit wieder neu finden oder uns auf den Weg machen, das zu lernen, z.B. mit der Feldenkrais-Methode. Und hier treffen sich für mich die Feldenkrais-Methode und die Systemische Beratung und Aufstellung. Manchmal ist das Eine mit dem Anderen nicht zu trennen: die körperlichen und sozialen Prozesse laufen in ein und demselben Menschen ab. Bertold Ulsamer hat in seinem Buch eher die sozialen Wurzeln beschrieben.

*Zitatquelle:Ohne Wurzeln keine Flügel, Bertod Ulsamer

Johann Wolfgang von Goethe:Zwei Dinge sollen Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel. ;

Gedicht von Heinz Kahlau:     

 Meine Hoffnung

In deinem Alter, mein Kind,
hat jeder Mensch noch Gründe,
anzunehmen,
er könnte
fliegen wie laufen
lernen.

Ich werde mich hüten,
dich aufzuklären.

Vielleicht
bin doch ich es,
der sich irrt.

·         

Bewegungs- und Haltungsanalyse

Sind Sie auf der Suche nach Ihrer idealen Haltung und Bewegung? Sie glauben, sind überzeugt oder Ihnen wurde gesagt, Sie haben nicht die richtige Haltung?  Sie haben keine gerade Haltung? Sie bewegen oder halten sich nicht zu Ihrer Zufriedenheit, haben Probleme, vielleicht Schmerzen.

Mit einer Bewegungs- und Haltungsanalyse können Sie mit meiner Hilfe herausfinden, wie Sie sich gewohnheitsmäßig halten und bewegen. Und während Sie das herausfinden, können Sie schon Ideen bekommen, wie Sie Ihre derzeitigen Haltungs- und Bewegungsgewohnheiten verändern können.

Ablauf einer Bewegungs- und Haltungsanalyse:

  • Gespräch über Ihr Problem und Ihr Anliegen
  • Analyse im Sitzen, Stehen, Gehen, Liegen
  • Gespräch: Feedback bezüglich Ihres Anliegens, wenn gewünscht Empfehlungen zum weiteren Vorgehen.

Mittel der Analyse:

  • Anleitung der Eigenwahrnehmung über die Tiefensensibilität (Feldenkrais-Methode) in Verbindung mit anderen Körpersinnen (z.B. visuellem Sinn)
  • wenn gewünscht einsatz von Video- oder Fotoanalyse. (Das Material wird vor Ihren Augen auf Wunsch gelöscht oder die Kopie an Sie gesendet.)
  • ideale Anatomie und Physiologie des Menschen als Richtgröße
  • Ideokinese (mentale Vorstellung von der eigenen Haltung und Bewegung und deren Veränderungen)
  • Knöcherne Erdung im Lot mit dem Ergebnis von Stabilität, Koordination um die eigene Mitte und größerer Beweglichkeit und besserer Haltung

Termine: nach Vereinbarung
Tel: 0151-177 822 91 oder angela.pfau@bewegung-zum-selbst.de

Preis: 50 € / 60 – 75 min
Ort: Praxisgemeinschaft für funktionelle Körpertherapie und Gesundheitsförderung, Erich-Zeigner-Allee 22 (Gartenhaus), Leipzig-Plagwitz oder dort wo es für Sie besser ist.